Die besten Reisetipps für Sardinien in Italien

Die autonome italienische Region Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer und ein traumhaftes Urlaubsziel.

Man sagt – völlig zurecht -, dass Sardinien die Schönheit eines ganzen Kontinents auf einer einzigen Insel vereint.

Im Norden Sardiniens solltest du auf jeden Fall das Capo Testa, die berühmte Costa Smeralda und die bunte Hafenstadt Olbia, in der sich einer der internationalen Flughäfen der Insel befindet, besuchen.

Zu den absoluten Highlights im Osten der Insel zählen der Nationalpark Gennargentu, die Grotta del Bue Marino und die roten Felsen in Arbatax.

Sardinien
Sardinien wird auch als die Karibik des Mittelmeeres bezeichnet

Im Süden Sardiniens erwartet dich die traumhafte Costa Rei mit langen Sandstränden, die spannende Hauptstadt Cagliari sowie die felsige Costa del Sud, in deren Rücken sich die Monti del Sulcis erheben.

Der Westen der Insel ist geprägt von der grünen Costa Verde mit riesigen Dünen und dem Meeresschutzgebiet der Sinis Halbinsel. Darüberhinaus findest du dort die mittelalterliche Stadt Alghero, die Neptungrotte im Naturpark Porto Conte und viele archäologische Schätze wie die Gigantengräber und die Domus de Janas.

Die Einreise nach Sardinien gestaltet sich am einfachsten per Flug zu einem der drei Verkehrsflughäfen in Cagliari, Olbia und Alghero oder über eine der vielen Fährverbindungen aus Italien und Frankreich. 

Nachfolgend erhältst du alle wichtigen Informationen und Geheimtipps, die du für einen unvergesslichen Urlaub in bzw. auf Sardinien brauchst.

Sardinien Italien Karte
Die italienische Region Sardinien ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer

Die 15 schönsten Städte, Sehenswürdigkeiten und Reiseziele auf Sardinien

Cagliari – Die Hauptstadt Sardiniens

Cagliari (sardisch Casteddu) ist mit rund 150.000 Einwohnern sowohl die größte Stadt als auch die Hauptstadt der autonomen italienischen Region Sardinien.

Besonders sehenswert ist die auf einem Hügel gelegene Altstadt Castello. Dort kannst du durch verwinkelte Gassen schlendern und die Aussicht auf den Golf von Cagliari genießen.

Cagliari eignet sich aber nicht nur zum Sightseeing. Wenn du Lust hast, kannst du dort auch in einer der vielen Strandbars und Beach Clubs Cocktails schlürfen und die Nacht durchmachen.

Cagliari Sardinien Italien
Blick auf Cagliari, Sardiniens Hauptstadt

Olbia – Bunte Hafenstadt im Nordosten Sardiniens

Olbia (sardisch Terranòa) hat etwas mehr als 60.000 Einwohner und ist die wichtigste Stadt im Nordosten Sardiniens. Auch die Inseln Tavolara, Molara und Molarotto sind Teil des Stadtgebietes.

Ihre vielen bunten Häuser, die malerische Altstadt mit Cafés und Bars sowie der Hafen und die Küstenpromenade machen die Stadt zu einem Paradebeispiel mediterraner Urlaubsziele.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Olbias zählen u.a. die Basilika San Simplicio, das Gigantengrab Su Monte de s’Ape und viele weitere archäologische Funde vergangener Zeiten.

Olbia Sardinien
Die bunte Hafenstadt Olbia

Alghero – Mittelalterlicher Charme im Westen

An der Nordwestküste Sardiniens liegt die Stadt Alghero, die mit ihrem mittelalterlichen Charme einen interessanten Kontrast zu den vom Jetset geprägten Hafenstädten auf der Insel bildet.

Dicke Stadtmauern, enge Gassen mit Steinstufen, mittelalterliche Baudenkmäler und sogar die Sprache zeugen noch von der ehemaligen katalanischen Herrschaft unter der Krone von Aragon.

Die zentrale Sehenswürdigkeit Algheros ist die Kathedrale Santa Maria. Nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt befinden sich die Neptungrotte und die Domus de Janas von Anghelu Ruju.

Alghero Sardinien
Spaziergang entlang der mittelalterlichen Stadtmauer in Alghero

Die Costa Smeralda – Jetset in Porto Cervo

Die Costa Smeralda ist ein Teil der Nordostküste Sardiniens. Sie erstreckt sich über ca. 20 Kilometer von Palau im Norden bis nach Olbia im Süden.

Ihren Namen hat die Costa Smeralda von der grün-blauen, smaragdähnlichen Farbe des Wassers. Zwischen den stark zerklüfteten Küstenabschnitten findest du einige Strände mit feinem Sand.

Das touristische Zentrum der Costa Smeralda ist Porto Cervo (siehe Foto), ein nicht ganz günstiger Urlaubsort der internationalen High Society, die dort gerne mit ihren Yachten vor Anker geht.

Porto Cervo Costa Smeralda
Blick auf die Marina von Porto Cervo an der Costa Smeralda

Costa Rei – Strandurlaub im Südosten Sardiniens

Badeurlaub im Südosten Sardiniens steht an der mehr als zehn Kilometer langen Costa Rei zwischen dem Capo Ferrato im Norden und Cala Sinzias im Süden an erster Stelle. 

An paradiesischen Stränden kannst du Flamingos in freier Wildbahn beobachten und den Duft von Zitrushainen genießen, während du unter strahlend blauem Himmel die Seele baumeln lässt.

Neben Costa Rei, sind auch die Orte Muravera (etwas weiter nördlich) und Villasimius (etwas weiter südlich) bei Strandurlaubern sehr beliebt und von Cagliari aus in etwa einer Stunde zu erreichen.

Costa Rei Sardinien
Traumhafte Strände an der Costa Rei

Costa del Sud – Die felsige Südküste Sardiniens

Wie der Name Costa del Sud bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um die Südküste Sardiniens. Sie erstreckt sich zwischen Pula und dem Capo Teulada, dem südlichsten Punkt Siziliens.

Die felsigen Landzungen aus Granit und Sandstein und die dazwischen liegenden Buchten machen die Costa del Sud zu einem Paradies für Naturfreunde, Surfer und andere Aktivurlauber.

In ihrem Rücken erheben sich die Monti del Sulcis mit dem Naturschutzgebiet Monte Arcosu. Weitere sehenswerte Orte sind die römische Hafenstadt Nora und die Tropfsteinhöhle Grotte Is Zuddas.

Costa del Sud Sardinien
Felsige Landzungen an der Costa del Sud

Dune di Piscinas an der Costa Verde

Im Südwesten Sardiniens zwischen dem Capo Frasca und dem Capo Pecora liegt die Costa Verde (deutsch: grüne Küste), die ihren Namen der grünen Natur rund um das Küstengebiet verdankt.

Eines der Highlights des Küstenabschnitts sind die Dune di Piscinas. Diese Dünen, die einen der schönsten Strände der Insel formen, sind mehr als 50 m hoch und zählen zu den höchsten Europas.

Im Gegensatz zu den anderen Küsten der Insel ist die Costa Verde touristisch noch nicht so erschlossen, was sie zu einem Rückzugsort für Flora und Fauna – z.B. Wasserschildkröten – macht. 

Dune di Piscinas Costa Verde
Dünenstrand an der Costa Verde

Costa Paradiso und das Capo Testa

Die Costa Paradiso ist ein Küstenabschnitt im Nordwesten Sardiniens rund um die gleichnamige Feriensiedlung mit vielen Ferienhäusern, Restaurants, Supermarkt – und traumhaftem Ausblick.

Diesen wundervollen Ausblick und kannst du auch auf der Fahrt von Costa Paradiso nach Santa Teresa Gallura und zum Capo Testa einem der nördlichsten Punkte Sardiniens genießen.

Rund um dieses abgelegene, malerische Küstengebiet kannst du Gigantengräber, einen alten Leuchtturm, felsige Wanderwege sowie versteckte Buchten und Sandstrände entdecken.

Costa Paradiso Sardinien
Auf Wandertour an der Costa Paradiso

Das Meeresschutzgebiet der Sinis-Halbinsel

An der Westküste Sardiniens, in der Provinz Oristano, westlich der gleichnamigen Stadt befindet sich die 19 Kilometer lange Halbinsel Sinis (italienisch: Penisola del Sinis).

Sie erstreckt sich vom Capo Mannu bis zum Capo San Marco (siehe Foto) und ist vor allem für die um den Binnensee Stagno di Càbras lebenden Flamingos – und weitere 150 Vogelarten – bekannt.

Darüberhinaus kannst du dort aber auch viele historische Zeugnisse und Bauwerke wie z.B. die Chiesa San Giovanni di Sinis, eine der ältesten Kirchen Italiens, besichtigen.

Sinis Halbinsel Capo San Marco
Das Capo San Marco auf der Sinis Halbinsel im Westen Sardiniens

Die Neptungrotte im Naturpark Porto Conte

Etwa 15 Kilometer westlich von Alghero befindet sich der Naturpark Porto Conte, dessen Hauptattraktion die Tropfsteinhöhle mit dem Namen Grotte di Nettuno (Neptungrotte) ist.

Du erreichst die Höhle über die Escala del Cabirol, eine Treppe mit 654 Stufen in der fast senkrechten Felswand oder deutlich entspannter per Bootstour von Alghero oder einem nahen Parkplatz aus.

Bei ruhiger See kannst du die Höhle mit Tropfsteingebilden, Kalk-Sinter-Ablagerungen und einem etwa 120 Meter langer Salzwassersee im Rahmen einer Führung besuchen.

Neptungrotte Sardinien
Auf Entdeckunsgtour in der Neptungrotte

Grotta del Bue Marino und der Nationalpark Gennargentu

Der Nationalpark Golf von Orosei und Gennargentu liegt im Osten Sardiniens und vereint auf spektakuläre Weise alpine und mediterrane Orte und Klimabedingungen. 

Im Landesinneren umfasst er Teile des Gennargentu-Gebirges (Monti del Gennargentu), das die höchsten Berge der Insel beherbergt und als das „Dach Sardiniens“ gilt. 

Im Osten grenzt der Nationalpark an die 30 Kilometer lange Meeresbucht Golfo di Orosei mit vielen wunderschönen Stränden und Grotten, darunter die Grotta del Bue Marino, die größte der Insel.

Grotta del Bue Marino Sardinien
Bootstour zur Grotta del Bue Marino

Gigantengräber und Domus de Janas

Auf Sardinien gibt es eine Vielzahl von Felsengräbern, die du vor allem in den Provinzen Sassari und Nuoro finden kannst. Die beiden bekanntesten Arten sind Gigantengräber und Domus de Janas.

In den Gigantengräbern (Tombe dei Giganti) wurden in bis zu 15 m langen gemeinschaftlichen Gräbern bis zu 200 Verstorbene bergraben. Ein besonders bekanntes Grab ist das S’Ena ’e Thomes.

Die Domus de Janas (deutsch: Häuser der Feen) sind große würfelförmige Kammern, die mit einer Platte verschlossen wurden. Ein berühmtes Beispiel ist die Nekropole von Mesu ’e Montes.

Gigantengräber Sardinien
Eines der berühmten Gigantengräber auf Sardinien

Die roten Felsen im Fischerdorf Arbatax

An der Ostküste Sardinies, südlich des Nationalpark Golf von Orosei und Gennargentu liegt das kleine Fischerdorf Arbatax, das zu Tortolì in der Provinz Nuoro gehört.

Dort kannst du die berühmten roten Felsen (italienisch: Rocce Rosse), aus dem Meer ragende, rote Spitzen aus Porphyr (eine besondere Art von Vulkangestein) bestaunen.

Bei deinem Besuch in Arbatax findest du die roten Felsen auf der rechten Seite vor der Einfahrt zum Hafen, wo übrigens Fähren nach Olbia an- und ablegen.

Arbatax Rote Felsen
Die roten Felsen bei Arbatax

Nuraghe Su Nuraxi​ – Prähistorische Turmbauten

Nuraghen sind prähistorische Turmbauten der Bonnanaro-Kultur (2200–1600 v. Chr.), die höchstwahrscheinlich als Wohn- und Befestigungskomplex dienten. 

Auf Sardinien gibt es schätzungsweise 10.000 solcher Nuraghen. Besonders verbreitet sind sie im Nordwesten der Insel. Im sog. Valle dei Nuraghi gibt es ganze 6 Anlagen auf nur 10 km².

Die am besten erhaltene Groß-Nuraghe trägt den schönen Namen Su Nuraxi de Barùmini und thront auf einer Anhöhe im Landesinneren, rund einen Kilometer außerhalb des gleichnamigen Ortes.

Nuraghe Su Nuraxi​
Die gut erhaltene Groß-Nuraghe Su Nuraxi​

Sardiniens schönste Strände

Die Karibik Italiens erwartet dich mit Traumstränden, an denen du zwischen feinem Sand, türkisem Wasser, schattigen Pinienwäldern und tollem Bergpanorama die Seele baumeln lassen kannst.

Zu den schönsten und beliebtesten, aber auch touristischen Stränden auf Sardinien gehören Spiaggia La Pelosa und Spiaggia di Porto Giunco sowie der Brandinchi Beach und der Capriccioli Beach.

Zu meinen persönlichen Favoriten zählen neben dem Strand der Costa Rei die etwas abgelegeneren Buchten Cala Goloritze und Cala Luna im Nationalpark Golf von Orosei und Gennargentu. 

Du kannst dir aber sicher sein, dass du überall, egal an welcher Küste Sardiniens du gerade bist, immer mindestens einen kleinen und wunderschönen Strand in deiner Nähe hast.

Sardinien Strand
Einige der schönsten Strände Sardiniens befinden sich im Golf von Orosei

Interaktive Karte für die Reise nach Sardinien

Damit du dich während deiner Reise besser zurechtfindest, habe ich dir auf dieser Karte Sardiniens alle wichtigen Reiseziele, Sehenswürdigkeiten und anderen relevanten Punkte markiert. Um die Karte zu vergrößern, kannst du auf das Symbol in der rechten oberen Ecke klicken.

Sardinien Entdecken

Entdecke Sardinien mit geführten Touren, exklusiven Tickets und spannenden Aktivitäten. Lerne von den Einheimischen und erlebe die Inselregion von einer ganz anderen Seite.

Essen und Trinken auf Sardinien

Die Küche Sardiniens ist genauso vielfältig wie die Landschaft der Insel. 

Im Landesinneren regiert die ältere, traditionelle und deftige Küche der Sarden, die auch als Hirtenküche bezeichnet werden kann.

Dort stehen Schweine-, Lamm- und Ziegenfleisch, Milch, Käse und Honig sowie verschiedene Gemüsesorten und Gewürze auf dem Speiseplan. Besonders lecker sind im ganzen gegrilltes Spanferkel (Porcheddu) oder süße gebackene Käsetaschen mit Honig (Seadas).

Hauptakteur der traditionellen sardischen Küche ist aber das Hirtenbrot aus Weizenmehl, Hefe und Salz, besser bekannt als Pane Carasau.

Sardinien Spezialitäten Pane Carasau
Die Herstellung des traditionellen Hirtenbrotes Pane Carasau

An den Küsten hat sich die Meeresküche, die von spanischen und italienischen Seefahrern nach Sardinien gebracht wurde, etabliert. Dazu zählen z.B. die Fischsuppe Cassola oder Scabecciu (Fische in Essig).

Das beliebteste Nudelgericht auf Sardinien sind Culurgionis (gefüllte Teigtaschen, die mit Ravioli vergleichbar sind).

Passend zur traditionell eher deftigeren Küche wird auf Sardinien hauptsächlich Rotwein angebaut. Zu den besten und beliebtesten Sorten der Insel zählen Cannonau, Monica Nera und Carignano. 

Zur leichteren Küche der Küstenregionen passen z.B. die weißen Rebsorten Vermentino und Nuragus. Du solltest unbedingt auch den sherryähnlichen Weißwein Vernaccia di Oristano probieren.

Sardinien Wein
Weinberge in Gallura im Norden der Insel

Das Wetter auf Sardinien

Damit du während deiner Reise nicht im Regen stehen musst, siehst du hier die Wetteraussichten für Sizilien in den nächsten sieben Tagen:

SARDINIEN WETTER

Für eine langfristige Reiseplanung kannst du in diesem Klimadiagramm die historischen Wetterdaten Sardiniens (monatliche Temperaturen und Niederschläge) ablesen, um die beste Reisezeit für dich und deinen Urlaub zu finden. I.d.R. liegt sie zwischen Ende April und Anfang November.

Sardinien Wetter Klima

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.