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Es gibt 20 Regionen in Italien

Die insgesamt 20 Regionen in Italien sind die oberste Ebene der Gebietskörperschaften und vergleichbar mit den deutschen Bundesländern. In einem weiteren politisch-organisatorischen Schritt werden die Regionen ihrerseits nochmal in Provinzen bzw. Metropolitanstädte unterteilt.

Genau wie unsere Bundesländer hat auch jede italienische Region eine eigene Hauptstadt.

Fünf der 20 Regionen in Italien sind autonom, das bedeutet, dass sie aufgrund sprachlicher, geografischer oder historischer Besonderheiten anderen politischen und finanziellen Richtlinien als der Rest des Landes unterliegen. Da für dich als Urlauber bzw. Reisender die politischen Verhältnisse in den Regionen wahrscheinlich aber eher nebensächlich sind, habe ich die 20 Regionen in Italien nachfolgend aufgrund ihrer geografischen und kulturellen Besonderheiten bzw. Gemeinsamkeiten kategorisiert.

Somit kommen wir in Norditalien auf acht Regionen, vier Regionen in Mittelitalien sowie sechs Regionen in Italiens Süden und zwei Inseln, die wir der Einfachheit halber aber auch zu Süditalien zählen.

Norditalien kann man aufgrund geografischer, sprachlicher und kultureller Unterschiede nochmal in einen westlichen Teil (nahe Frankreich und der Schweiz) sowie einen östlichen Teil nahe Österreich und Slowenien unterteilen. Im Westen Norditaliens liegen die vier Regionen Aostatal, Piemont, Lombardei und Ligurien. Zu Nordostitalien gehören Trentino-SüdtirolVenetienFriaul-Julisch Venetien und die Emilia-Romagna.

Zu Mittelitalien zählen nach den meisten Definitionen nur die Toskana, die MarkenUmbrien und Latium.

In Süditalien liegen die Abruzzen (die geografisch eigentlich zu Mittelitalien zählen müssten, aber aufgrund der Kultur als nördlichste Region Süditaliens gelten) sowie MoliseKampanienApulienBasilikata und Kalabrien.

Die beiden Inselregionen Sizilien und Sardinien werden aufgrund ihrer kulturellen, geografischen und klimatischen Bedingungen ebenfalls zu Süditalien gezählt.

Zu guter letzt gibt es noch zwei Enklaven, also keine Regionen, sondern kleine eigenständige Staaten, die in Italien liegen. Das sind zum einen der Vatikan, in Rom bzw. der Region Latium und zum anderen San Marino, das zwischen der Emilia-Romagna und den Marken liegt.

Nachfolgend findest du eine detaillierte Übersicht aller 20 Regionen in Italien mit ihren Provinzen, Hauptstädten und Besonderheiten.

Regionen in Norditalien: Am Fuß der Alpen

Aostatal (Valle d’Aosta)

Das Aostatal (Valle d’Aosta) ist die kleinste Region Italiens. Sie liegt in den Alpen und besteht aus dem Tal des Flusses Do­ra Bal­tea sowie einigen Nebentälern. Hauptstadt des Aostatals ist Aosta. Ein weiterer wichtiger Ort ist das Wintersport-Mekka Courmayeur.

Die unberührte und wilde Natur der Region rund um Mont Blanc (Monte Bianco) und dem Matterhorn (Monte Cervino) ist ein beliebtes Reiseziel für Bergsteiger und Kletterer sowie zum Skifahren und Wandern. Du kannst dort aber auch viele römische Bauwerke und beeindruckende mittelalterliche Burganlagen besichtigen.

Piemont (Piemonte)

Die norditalienische Region Piemont (Piemonte) ist die größte des italienischen Festlandes. Sie erstreckt sich von den Alpen über die Weinbaugebiete Langhe-Roero und Monferrato bis zu Europas größtem Reisanbaugebiet in der Po-Ebene.

Die Hauptstadt des Piemont ist Turin. Weitere beliebte Reiseziele sind der Lago Maggiore, der Ortasee und der Nationalpark Gran Paradiso. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region zählen die royalen Residenzen des Hauses Savoyen, imposante Klöster wie das Sacra di San Michele und die „Heiligen Berge“ (Sacri Monti).

Lombardei (Lombardia)

Mit fast 10 Millionen Einwohnern ist die Lombardei (Lombardia) die bevölkerungsreichste Region Italiens. Ihr Landschaftsbild wird von den Alpen, den oberitalienischen Seen (Comer See, Gardasee, Iseosee, Luganersee und Lago Maggiore) sowie der Po-Ebene geprägt.

Hauptstadt, Kunst-, Kultur- und Modemetropole sowie wirtschaftliches Zentrum der Lombardei ist Mailand, das mit seinen 1,4 Millionen Einwohnern zugleich die zweitgrößte Stadt Italiens ist. Auch weitere Städte wie Bergamo, Brescia und Mantua sowie die Wintersportorte Bormio und Livigno sind einen Besuch wert.

Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige)

Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige) liegt an der Grenze zu Österreich und der Schweiz und ist damit die nördlichste Region Italiens. Deshalb wird dort neben Italienisch auch Deutsch als zweite Amtssprache gesprochen.

Die Alpen und Dolomiten mit Skigebieten wie Seiser AlmKronplatz und Alta Badia sowie Seen wie Gardasee und Pragser Wildsee machen die Region zu einem Paradies für Outdoor-Aktivitäten. Abgerundet wird das Urlaubsangebot durch sehenswerte Städte wie die Haupstadt Trient sowie die Kurorte Meran und Bozen.

Venetien (Veneto)

Venetien (Veneto) liegt in Nordostitalien an der Grenze zu Österreich und erstreckt sich von den Dolomiten bis zur Adria und dem Po-Delta. Die Hauptstadt Venetiens ist Venedig, eine der schönsten und berühmtesten Städte der Welt.

Weitere beliebte Reiseziele in dieser vielseitigen Region sind das Ostufer des Gardasees, Weinbaugebiete wie Soave und Valpolicella, die Kulturstädte Padua, Verona und Vicenza, das Wintersport-Mekka Cortina d’Ampezzo sowie einige der beliebtesten Badeorte in Italien, darunter Bibione, Jesolo und Caorle.

Friaul-Julisch Venetien (Friuli Venezia Giulia)

Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia) ist eine autonome Region ganz im Nordosten von Italien. Sie liegt an den Außengrenzen zu Österreich sowie Slowenien und erstreckt sich von den Ausläufern der Alpen bzw. Dolomiten bis zur Adria und dem Golf von Venedig.

Hauptstadt der Region ist die Hafenstadt Triest. Weitere sehenswerte Städte und Orte sind Gorizia, Pordenone, Udine, Aquileia und San Daniele – die Heimat des gleichnamigen Schinkens. Im Westen der region kannst du in Lignano Sabbiadoro an der Laguna di Marano einen entspannten Strandurlaub verbringen.

Ligurien (Liguria)

Ligurien (Liguria) liegt im Nordwesten Italiens und begeistert ihre Besucher mit einer reizvollen Mischung aus Bergen und Meer. Hauptstadt ist die Hafenstadt Genua, die die Küste in die westliche Riviera di Ponente und die östliche Riviera di Levante teilt.

Weitere sehenswerte Städte mit traumhaftem italienischen Flair sind La Spezia, Rapallo und Sanremo. Das eigentliche Highlight sind aber nicht die Städte, sondern die traumhaften Küstenorte im Nationalpark Cinque Terre sowie Portofino und Portovenere. Vor der ligurischen Küste beginnt außerdem das Walschutzgebiet des Mittelmeeres.

Emilia-Romagna

Die Emilia-Romagna ist eine der größten Regionen in Italien. Egal ob Wandern im Apennin, Fahrradfahren in der Po-Ebene oder Baden an der Adriaküste, hier ist für jeden etwas dabei. Auch kulinarisch ist in der Heimat von Parmaschinken, Parmesan und Balsamico viel geboten.

Auch kulturell hat die Emilia-Romagna mit ihrer Hauptstadt Bologna und Städten wie Ferrara, Modena, Parma, Ravenna, Forlì und Cesena einiges zu bieten. Weitere beliebte Reiseziele sind die Adriaküste rund um Rimini, der Freizeitpark Italia in Miniatura sowie der Nationalpark Toskanisch-Emilianischer Apennin.

Regionen in Mittelitalien: Zwischen Berg und Meer

Toskana Italien

Toskana (Toscana)

Die facettenreiche und anmutige Toskana (Toscana) gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen in Italien. Zwischen dem Etruskischen Apennin und dem Mittelmeer begeistert sie ihre Besucher mit sanften grünen Hügeln, Weinbergen, Zypressen und Olivenhainen.

Zu den beliebtesten Reisezielen in der Toskana zählen ihre Hauptstadt Florenz, das als Wiege der Renaissance bezeichnet wird, die Weinregion Chianti und weitere Kulturstädte wie Siena und Pisa. Die landschaftliche Schönheit der Region kannst du in der Maremma oder auf Elba und den Inseln des Toskanischen Archipels bewundern.

Marken (Marche)

Die Marken (Le Marche) eine touristisch eher weniger erschlossene Region. Sie liegen an der Ostküste Mittelitaliens und bieten dir eine abwechslungsreiche Landschaft aus bergigem Hinterland, mittelalterlichen Städtchen und schönen Stränden an der Adria.

Hauptstadt der Marken ist die Hafenstadt Ancona. Ein weiteres bedeutendes Reiseziel ist der Wallfahrtsort Loreto mit der „Basilika vom Heiligen Haus“. Landschaftliche Highlights sind die Monti Sibillini, die Gran Sasso e Monti della Laga, die malerische Riviera del Conero sowie die imposanten Höhlen von Frasassi.

Umbrien (Umbria)

Umbrien (Umbria) ist die einzige Region, die weder über einen Zugang zum Meer noch eine Grenze zu anderen Staaten verfügt. Ihre Berg- und Hügellandschaften, wegen der man sie auch als das „grüne Herz Italiens“ bezeichnet, eignen sich perfekt für ausgiebige Wanderungen.

Die Hauptstadt Umbriens ist Perugia. Weitere bedeutende Orte sind der Wallfahrtsort Assisi sowie die mittelalterlichen Orte Orvieto, Gubbio und Spoleto. Auch landschaftlich schöne Fleckchen wie der Lago di Trasimeno, der Lago di Piediluco und die Marmor-Wasserfälle solltest du nicht verpassen.

Latium (Lazio)

Latium (Lazio) liegt zwischen den Sabiner Bergen und dem Tyrrhenischen Meer an der Westküste des Landes. Obwohl die Region meistens im Schatten ihrer Hauptstadt Rom und des Vatikans steht, hat sie neben antiker und religiöser Geschichte noch mehr zu bieten.

Lohnenswert sind die Villenstadt Tivoli bei Rom, das mittelalterliche Viterbo, die Bischofsstadt Rieti und die sterbende Stadt Civita di Bagnoregio. Besonders schön sind auch die vulkanischen Seen, die Pontinischen Inseln und die Abtei von Montecassino. Die schönsten Strände findest du südlich von Rom zwischen Ostia und Terracina.

Regionen in Süditalien: Küsten, Strände und Inseln

Abruzzen (Abruzzo)

Die Abruzzen (Abruzzo) gelten als die nördlichste Region Süditaliens. Geprägt wird ihre spektakuläre und vielseitige Landschaft durch die fast 3.000 m hohen Berge des Apennin, die über sanfte Hügel bis an die Strände der knapp 150 Kilometer langen Adriaküste abfallen.

Hauptstadt der Abruzzen ist L’Aquila, die sich seit einem Erdbeben 2009 im Wiederaufbau befindet. Weitere schöne Ziele sind die Hafenstadt Pescara und die umliegenden Strände, Chieti mit seiner schönen Altstadt, die Küstenregion rund um Vasto und die kleine Gemeinde Scanno am gleichnamigen See.

Molise

Molise ist die zweitkleinste Region Italiens und touristisch wenig erschlossen. Dennoch hat sie viel zu bieten. Sowohl im hügeligen Hinterland als auch an der kurzen, aber schönen Adriaküste bekommst du viel für wenig Geld. Das gilt auch für die regionale Küche.

Die Hauptstadt und größte Stadt der Region ist Campobasso. Weitere bedeutende Städte sind Isernia, Termoli und Venafro. Die Landschaft im Nationalpark Abruzzen und dem Regionalpark Matese, urige Wanderwege (Tratturi) und pittoreske Bergdörfer wie Castel San Vincenzo runden das Urlaubsangebot ab.

Kampanien (Campania)

Kampanien (Campania) liegt im Südwesten des Landes an der Küste des Tyrrhenischen Meers und ist die am dichtesten besiedelte Region Italiens. Landschaftlich besticht sie durch die Berge des Apennins, die bis ans Meer abfallen und dort imposante Steilküsten formen.

Hauptstadt Kampaniens ist Neapel. Im Golf von Neapel liegen die wunderschönen Inseln Capri, Ischia und Procida. Am Festland erhebt sich der spektakuläre Vulkan Vesuv und du kannst verschüttete Ruinenstädte wie Pompeji besuchen. Besonders schön sind auch die Amalfiküste und das Cilento samt der Ruinen von Paestum.

Apulien (Puglia)

Apulien (Puglia) bildet mit der Halbinsel Salento den Absatz des italienischen Stiefels. Entlang der 800 km langen Küstenlinie kannst du dich auf Badeurlaub an langen Sandstränden und in felsigen Buchten bei einem Glas leckerem Rotwein freuen.

Beliebte Reiseziele sind die Hauptstadt Bari, das barocke Lecce, Alberobello mit den berühmten Trulli und Polignano a Mare. Eine der berühmtesten Burgen Italiens ist das Castel del Monte im Nationalpark Alta Murgia. Die schönsten Strände findest du im Nationalpark Gargano und auf den Tremiti-Inseln.

Basilikata (Basilicata)

Basilikata (Basilicata) ist eine relativ unbekannte Region in Süditalien und ein Paradies für Natur- und Kulturliebhaber. Ihre wilde, hügelige Landschaft erstreckt sich zwischen dem Absatz und der Spitze des italienischen Stiefels und hat gleich zwei Küsten zu bieten.

Sehenswert sind neben der Hauptstadt Potenza vor allem die Höhlenstadt Matera und die verlassene Felsenstadt Craco. Die felsige Küste um Maratea sowie die Sandstrände bei Policoro und Metapont eignen sich zum Baden. Weitere Highlights sind die spektakulären Lukanischen Dolomiten und die Seen von Monticchio am Monte Vulture.

Kalabrien (Calabria)

Kalabrien (Calabria) bildet die Spitze des italienischen Stiefels und besticht durch wundervolle raue Gebirgslandschaften und lange Küstenlinien. Kalabrien ist auch die Heimat der ‘Ndrangheta, einer der mächtigsten Mafia-Organisation Europas.

Zu den schönsten Städten und Orten Kalabriens zählen die Hauptstadt Catanzaro, die größte Stadt der Region Reggio Calabria, das auf einem Felsplateau thronende Tropea sowie die Gemeinden Scilla, Pizzo und Stilo. Gleich drei Nationalparks sowie die Strände des Capo Vaticano runden Kalabriens traumhaftes Landschaftsbild ab.

Sizilien (Sicilia)

Sizilien (Sicilia) ist die flächenmäßig größte Region Italiens, die größte Insel im Mittelmeer und durch die Straße von Messina vom Fest­land getrennt. Eine fast 1.500 km lange Küstenlinie wartet mit zahlreichen traumhaften Fischerdörfern, Stränden und Buchten auf.

Beliebte Ziele sind die Hauptstadt Palermo, Catania und Taormina im Schatten des Ätnas, Agrigent mit dem Tal der Tempel und das antike Syrakus. Die spektakuläre Landschaft kannst du im Riserva Naturale dello Zingaro sowie auf den Ägadischen Inseln und den Liparischen Inseln samt dem aktiven Vulkan Stromboli genießen.

Sardinien (Sardegna)

Die beliebte Urlaubsinsel Sardinien (Sardegna) liegt rund 200 Kilometer westlich des italienischen Festlandes und wird aufgrund ihrer vielen berühmten und wunderschönen Küstenabschnitte auch als Karibiks des Mittelmeers bezeichnet.

Bedeutende Städte sind die Hauptstadt Cagliari, die bunte Hafenstadt Olbia und das mittelalterliche Alghero. Zu den schönsten Landschaften zählen die Wanderdünen Dune di Piscinas, das Meeresschutzgebiet der Sinis-Halbinsel, die Neptungrotte, die Grotta del Bue Marino und die roten Felsen im Fischerdorf Arbatax.