Nationalpark Gran Paradiso Italien Aostatal Piemont

Nationalpark Gran Paradiso

Hohe Berge, tiefe Täler, eisige Gletscher und grüne Weideflächen machen den Nationalpark Gran Paradiso zu einem der spektakulärsten Reiseziele in ganz Italien.

Nachfolgend findest du meine besten Urlaubsempfehlungen und Geheimtipps für eine rundum gelungene Reise in den ältesten Nationalpark des Landes.

Meine besten Tipps für den Nationalpark Gran Paradiso in Italien

Der Nationalpark Gran Paradiso ist der älteste Nationalpark Italiens und befindet sich zu je rund 50 % in den beiden Regionen Aostatal und Piemont.

Das Parkgebiet umfasst fünf alpine Täler, die sich rund um den einzigen komplett in Italien liegenden, über 4.000 Meter hohen Berg Gran Paradiso erstrecken und widmet sich u.a. der Erhaltung des alpinen Steinbocks, der in den Gletschern und Wäldern des Parks lebt und das Symbol-Tier des Naturschutzgebietes ist.

Beliebte Aktivitäten, denen du in der malerischen Bergwelt des Nationalpark Gran Paradiso nachgehen kannst, sind Wandern, Skifahren, Klettern und Bergsteigen.

Nationalpark Gran Paradiso Wandern Ski Klettern
Die spektakuläre Landschaft des Nationalpark Gran Paradiso lädt zum Wandern, Skifahren und Klettern ein

Top Tipps:

Als Unterkunft empfehle ich dir das 4-Sterne-Bellevue Hotel & SPA mit eleganten gemütlichen Zimmern, Bergblick, Wellnessbereich und Gourmet-Restaurant in Cogne.

Rund um das Naturschutzgebiet erwarten dich viele aufregende Aktivitäten. Besonders toll ist eine Rafting-Tour auf den Stromschnellen der Dora Baltea im Aostatal.

Die Anreise aus Deutschland meisterst du je nach Abreiseort am besten mit dem Auto oder dem Flugzeug. Hier gibt’s günstige Flugtickets zum nahen Flughafen in Turin.

Nationalpark Gran Paradiso Italien Karte
Der Nationalpark Gran Paradiso liegt in Norditalien an der Grenze zwischen Aostatal und Piemont

Dörfer und Besucherzentren im Nationalpark Gran Paradiso

Rhêmes Notre Dame (Aostatal)

Rhêmes-Notre-Dame ist ein kleiner und bezaubernder alpiner Fremdenverkehrsort im Tal Val di Rhêmes, das am Fuße des eindrucksvollen Bergmassivs Granta Parey (3.387 m) liegt.

Das dortige Besucherzentrum erzählt die Geschichte des Bartgeiers, des größten europäischen Geiers, der in den Bergen und Lüften des Nationalparks Gran Paradiso zu Hause ist.

Eines der schönsten Wanderziele rund um Rhêmes Notre Dame ist der von Lärchen und Tannen umgebene See Lago del Pellaud sowie der nahe Wasserfall Cascata di Pellaud.

Lago Pellaud Rhêmes Notre Dame Nationalpark Gran Paradiso
Am Ufer des Lago Pellaud in der Nähe von Rhêmes Notre Dame

Valsavarenche (Aostatal)

Das Valsavarenche ist ein ca. 24 Kilometer langes, enges Tal am Fuße des über 4.000 Meter hohen Berges Gran Paradiso und gilt als das „Herz“ des Nationalparks.

Neben einer Besteigung des Gran Paradiso bietet sich in Valsavarenche auch eine Wanderung zu den Bergseen Laghi di Djouan oder ab Pont zum Aussichtspunkt Croce dell’Arolley.

Das Besucherzentrum in Valsavarenche beschäftigt sich mit verschiedenen Themen rund um die im Park lebenden Raubtiere, als deren Könige Wolf und Luchs gelten.

Croce dell'Arolley Valsavarenche Gran Paradiso
Blick auf den Gran Paradiso vom Croce dell’Arolley im Valsavarenche

Cogne (Aostatal)

Cogne gilt als kleine Hauptstadt des Nationalparks Gran Paradiso und beherbergt ein Besucherzentrum, das sich intensiv mit allen Aspekten des Naturschutzes beschäftigt. 

Rund um Cogne kannst du traumhafte Wanderungen entlang des Flusses Torrente de Valeille unternehmen und spektakuläre Wasserfälle wie die Cascate di Lillaz bestaunen.

Auch ein Besuch des alpinen botanischen Gartens Giardino Botanico Alpino Paradisia und des dahinter liegenden Wandergebietes Casa Reale di Caccia di Levionaz Dessus (Levionaz Superiore) am Fuße des Berges Grivola sind absolut lohnenswert. 

Cascate di Lillaz Nationalpark Gran Paradiso
Die imposanten Cascate di Lillaz in der Nähe von Cogne

Soanatal (Piemont)

Das Soanatal ist ein enges, üppig von Kastanien, Eichen und Buchen bewachsenes Flusstal mit vielen winzigen Dörfchen im Osten des Nationalparks Gran Paradiso.

Die vielleicht schönsten Wandergebiete in diesem Tail des Nationalparks sind der Lago Sirio und die Hochebene Pian dell’Azaria mit der Kapelle San Besso nördlich von Campiglia Soana.

Das Besucherzentrum in Ronco Canavese beschäftigt sich mit den Traditionen und der Biodiversität des Soanatals, während das Zentrum in Campiglia Soana einen Einblick in die Geschichte der Berglandwirtschaft und des Ackerbaus gewährt.

Lago Sirio Ronco Canavese Nationalpark Gran Paradiso
Wanderung um den Lago Sirio in Ronco Canavese

Ribordone (Piemont)

Ribordone ist ein kleines Dorf in einem Seitental des großen Valle dell’Orco, das sich entlang des Flusses Orco und der kompletten Südseite des Nationalparks Gran Paradiso erstreckt. 

Das Besucherzentrum von Ribordone befindet sich in der Wallfahrtskirche Prascondù nördlich des Dorfes und befasst sich mit den religiösen Traditionen der Bewohner des heutigen Nationalpark-Gebietes.

Ribordone Nationalpark Gran Paradiso
Das Besucherzentrum von Ribordone in der Wallfahrtskirche Prascondù

Locana (Piemont)

Wenn du dem Orco weiter in Richtung Westen folgst, gelangst du in die Gemeinde Locana, die über ein Besucherzentrum zum Thema alte und neue Berufe im Orcotal verfügt.

Nur wenige Kilometer südlich des Orco befindet sich der Freizeitpark Parco Avventura Gran Paradiso mit Kletterwald und Campingplatz.

In der Nähe befinden sich darüberhinaus der Aussichtspunkt Big Bench #174 Locana und das Skigebiet Impianto Sciistico Alpe Cialma.

Locana Nationalpark Gran Paradiso
Die Gipfel der Alpen bei Locana

Noasca (Piemont)

Weiter geht es durch das Orcotal nach Noasca, einem weiteren kleinen Dorf mit gut einhundert Einwohnern. Das dortige Besucherzentrum befasst sich mit der Geomorphologie des Parks und den Auswirkungen des Menschen auf diese.

Ein besonderes Naturschauspiel erwartet dich am Cascata di Noasca, einem 32 Meter hohen Wasserfall, der zu den größten und schönsten im Piemont zählt.

Cascata di Noasca Nationalpark Gran Paradiso
Blick auf den spektakulären Wasserfall Cascata di Noasca

Ceresole Reale (Piemont)

Ceresole Reale befindet sich am westlichen Ende des Orcatals und zählt mit seiner Umgebung zu den schönsten Orten im gesamten Nationalpark Gran Paradiso.

Besonders sehenswerte Ausflugsziele sind der Lago di Ceresole und die Bergseen an den Hochebenen Colle del Nivolet, Colle Rosset und Colle Leynir. 

Das Besucherzentrum von Ceresole Reale widmet sich der Beziehung zwischen Mensch und Steinbock in der Geschichte und in der Kunst bis zum heutigen Tage

Colle del Nivolet Ceresole Reale Nationalpark Gran Paradiso
Blick über die Hochebene Colle del Nivolet bei Ceresole Reale

Skifahren und Wandern im Nationalpark Gran Paradiso

Neben den bereits aufgeführten Zielen rund um die Besucherzentren gibt es natürlich noch viele weitere Wanderwege im Nationalpark Gran Paradiso. Sie gehen auf König Vittorio Emanuele II. zurück, der die Berge rund um den Gran Paradiso seinerzeit als königliches Jagdgebiet erklärte und ein weitläufiges Netz von Höhenwegen errichten ließ, um schneller von A nach B kommen zu können.

Ein Highlight für geübte Bergsteiger ist die Besteigung des Gran Paradiso von der Hütte Rifugio Vittorio Emanuele II auf 2.275 Metern über den Normalweg an der Westflanke.

Für eine detaillierte Übersicht aller Wanderwege und Routen empfehle ich dir den Gran Paradiso: Gebietsführer für Wanderer, Bergsteiger und Kletterer.

Bitte beachte außerdem, dass Hunde im Nationalpark Gran Paradiso grundsätzlich verboten sind, es gibt jedoch einige Ausnahmen, die du hier findest.

Gran Paradiso Nationalpark Wandern
Im Nationalpark Gran Paradiso gibt es mehrere hundert Kilometer Wanderwege

In allen Tälern des Nationalparks findest du darüberhinaus in der Natur gelegene Skigebiete, in denen du den gängigen Wintersportarten wie Abfahrtsski, Langlauf, Skitouren und Schneeschuh-Wandern nachgehen kannst.

Mehr über das Skifahren im Nationalpark Gran Paradiso findest du hier.

Sehenswerte Ziele in der Umgebung

Falls du auf einer Rundreise durch das Aostatal bzw. das Piemont bist oder einfach nur einen schönen Ausflug machen möchtest, kann ich dir folgende Ziele in der Nähe ans Herz legen:

Rund 15 Kilometer nördlich von Cogne liegt Aosta, die Hauptstadt des Aostatals, die führ ihre vielen römischen Bauwerke inmitten von schneebedeckten Berggipfeln bekannt ist.

Auch der beliebte Wintersportort Courmayeur am Fuße des Mont Blanc Massivs ist aus den nördlichen Teilen des Nationalparks gut zu erreichen.

In Richtung Süden empfiehlt sich ein Zwischenstopp in Turin. Die Hauptstadt des Piemont, war früher die Hauptstadt Italiens und Sitz der Herrscher des Herzogtums Savoyen.

Turin Italien
Turin ist die Hauptstadt der norditalienischen Region Piemont

Nationalpark Gran Paradiso Karte

Zur besseren Orientierung habe ich auf dieser interaktiven Karte des Nationalpark Gran Paradiso wichtige Orte und Sehenswürdigkeiten im Naturschutzgebiet und seiner Umgebung für dich markiert.

Mithilfe der Legende kannst du für dich relevante Ziele auf der Karte ein- bzw. ausblenden.

Empfehlenswerte Unterkünfte im Nationalpark Gran Paradiso

Falls du noch auf der Suche nach einer gemütlichen, gut gelegenen Unterkunft im Nationalpark Gran Paradiso bist, habe ich folgende Empfehlungen für dich:

  • Ferienhaus in Ceresole Reale: Das Ferienhaus La Terrazza befindet sich in Ceresole Reale, nicht weit von der wunderschönen Hochebene Colle del Nivolet entfernt. Es verfügt über zwei Schlafzimmer, eine gut ausgestattete Küche und private Parkplätze direkt am Haus.
  • 3-Sterne-Hotel im Valsavarenche: Das Albergo Gran Paradiso liegt am südlichen Ende des Valsavarenche und ist der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark. Die Mitarbeiter sind super freundlich und das Frühstück und Abendessen sind exzellent.
  • 4-Sterne-Hotel in Cogne: Das Bellevue Hotel & SPA in Cogne bietet einen spektakulären Blick auf das St.-Orso-Plateau und die Berge. Es verfügt über elegante Zimmer im Alpen-Stil, einen riesigen Wellnessbereich und ein Gourmet-Restaurant mit köstlichem Essen.

Alternativ findest du hier noch weitere schöne Unterkünfte mit Kundenbewertungen, Bildern und detaillierten Beschreibungen.

Nationalpark Gran Paradiso Italien Hotel
Frühstück mit Blick auf die Berge des Nationalpark Gran Paradiso im Hotel Bellevue in Cogne © Booking.com

Anreise und Mobilität

Den nördlichen Täler des Nationalpark Gran Paradiso im Aostatal erreichst du mit dem Auto am über den Mont-Blanc-Tunnel und die Autostrada A5 (E25) bzw. parallel verlaufende Strada Statale SS26 oder aus der Schweiz kommend über den Sankt-Bernhard-Pass und die SS27.

Die südlichen Parkgebiete im Piemont kannst du am einfachsten über die Strada Provinciale SP460, die von Turin bis nach Ceresole Reale führt erschließen.

Die nächsten Flughäfen sind Genf (ca. 160 km bis Rhêmes-Notre-Dame), Turin (ca. 50 km bis Locana und 150 km bis Rhêmes-Notre-Dame) und Mailand-Malpensa (ca. 150 km bis Locana).

Günstige Flugverbindungen und Tickets zu den genannten Flughäfen findest du hier.

Nationalpark Gran Paradiso Wetter

Zu einem perfekten Urlaub gehören neben einer guten Unterkunft und spannenden Aktivitäten natürlich auch die richtigen klimatischen Bedingungen. So wird das Wetter im Nationalpark Gran Paradiso (StationValsavarenche) in den kommenden Tagen:

VALSAVARENCHE WETTER

Für eine längerfristige Reiseplanung kannst du in diesem Klimadiagramm die mittleren monatlichen Temperaturen und Niederschläge ablesen, um die beste Reisezeit für deinen Urlaub zu finden. In der Regel liegt sie zum Skifahren zwischen November und April. Von Mai bis Oktober eignen sich die Berge perfekt für Wanderungen und anderen Outdoor-Sport.

Nationalpark Gran Paradiso Wetter
Klima- und Wetterdaten für den Nationalpark Gran Paradiso in Italien © meteoblue.com

Ich hoffe, mein Reiseführer für den Nationalpark Gran Paradiso hat dir gefallen und bei der Urlaubsplanung geholfen. 

Falls du noch Fragen, eigene Erfahrungen, Anregungen oder Tipps hast, schreib sie in die Kommentare. Natürlich darfst du den Beitrag auch gerne mit Freunden und Bekannten teilen

Ich freue mich darauf, von dir zu hören.

Moritz

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